Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation


Sie sind hier:

Bereichsnavigation

Nebeninhalt

Kontakt

Wirtschafts- und Industriesoziologie Sekretariat
Tel.: 0231 755-3718

Hauptinhalt

Über den Lehrstuhl

In Lehre und Forschung befasst sich die Arbeit am Lehrstuhl mit dem breiten Themenfeld der Wirtschafts- und Industriesoziologie. Zentraler Gegenstand ist die Frage nach dem Zusammenhang zwischen wirtschaftlichen Aktivitäten und sozialen Sachverhalten. In Anschluss an die neuere wirtschaftssoziologische Debatte wird dabei grundlegend von der sozialen Einbettung wirtschaftlicher Prozesse ausgegangen. Abgestellt wird damit auf die Bedeutung von formalen und informellen institutionellen Regeln, sozialen Netzwerkstrukturen sowie Macht als regulative Bedingungen für wirtschaftliches Handeln. Die Wirtschaftssoziologie thematisiert das Verhältnis zwischen Wirtschaft und Gesellschaft und richtet sich auf die Untersuchung ökonomischer Phänomene, Prozesse der Produktion, Verteilung, Austausch und Konsumtion von knappen Gütern und Diensten in soziologischer Perspektive. Im Zentrum der Industriesoziologie steht der wechselseitige Zusammenhang des gesellschaftlichen Strukturwandels und die Entwicklung von Arbeit in ihren unterschiedlichsten Formen. Damit wird sowohl die gesellschaftlich-institutionelle Makroebene der Regulierung von Arbeit als auch die Mikroebene der Unternehmens- und Arbeitsorganisation angesprochen.

 

Bezugspunkt für die Arbeit des Lehrstuhls ist die grundlegende soziologische Frage, wie aus wirtschaftlichem Handeln einzelner heterogener Akteure – Individuen, Gruppen, Organisationen - eine dauerhafte soziale und ökonomische Ordnung entsteht und wie diese ihrerseits auf das Handeln der Akteure zurückwirkt. Angeknüpft wird mit dieser Thematik einerseits an die Arbeiten sozialwissenschaftlicher Klassiker wie Max Weber, Karl Marx und Karl Polanyi, die den Zusammenhang von Wirtschaft und Gesellschaft zu erklären suchten. Andererseits bezieht sich die Arbeit des Lehrstuhls auf die neuere soziologische Debatte, die sich mit der gegenwärtigen gesellschaftliche Krisen- und Umbruchsituation auseinander setzt. Generelle These dieser Debatte ist, dass seit längerem ein nachhaltiger Wandel sozialer und ökonomischer Strukturen erkennbar ist, dessen grundlegende Merkmale durch Begriffe wie Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft oder globaler und flexibler Kapitalismus charakterisiert werden.

 

Dieser Wandlungsprozess wird am Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie vor allem in Hinblick auf drei Themenfelder bearbeitet: erstens Fragen des wirtschaftlichen Strukturwandels und der Entwicklung von Arbeit, zweitens neue Unternehmensstrategien und Unternehmensnetzwerken und drittens Innovationsprozesse und Technologieentwicklung. Ein besonderes Forschungsinteresse richtet sich auf die Entwicklungsperspektiven von Unternehmen aus traditionellen Industriesektoren, die sich unter anderem durch eine geringe Forschungsintensität („Low-Technology“) auszeichnen. Stets wird bei den Arbeiten am Lehrstuhl eine nationale wie auch international vergleichende Analyseperspektive verfolgt, wobei die Arbeiten am Lehrstuhl sowohl grundlagenorientiert als auch praxisbezogen sind.

 

Lehrstuhlinhaber ist seit Herbst 1997 Hartmut Hirsch-Kreinsen. Die WissenschaftlerInnen des Lehrstuhls verfügen über sozial- und wirtschaftswissenschaftliche sowie ingenieurwissenschaftliche Qualifikationen.